Von Jörg Schäfer

Unternehmen: MKM hat die im Frühjahr dazu gekauften Helmerding-Hallen in Rehme in Betrieb genommen. Die größere Produktionskapazität soll auch neue, internationale Märkte erschließen

Bad Oeynhausen. Innerhalb weniger Wochen hat die „MKM International GmbH“ ihre Betriebsfläche verdoppelt. Auf nun mehr als 9.000 Quadratmetern produziert das Unternehmen mit 60 Mitarbeitern an der Königstraße Bearbeitungszentren für Holz, Kunststoffe und Leichtmetalle. Nachdem MKM im Frühjahr die Betriebshalle des ehemaligen Nachbarunternehmens Helmerding gekauft hatte, konnte das Unternehmen in kürzester Zeit nicht nur das Gebäude grundlegend renovieren, sondern auch den Umzug absolvieren und die Produktion in den neu hinzugewonnenen Hallen aufnehmen. Der Pressen-Hersteller Helmerding hatte Ende 2018 seinen Neubau in Wulferdingsen bezogen. Knapp vier Millionen Euro wollte MKM in den Kauf und den Umbau der alten Helmerding-Gebäude investieren, hatte Köhler im Frühjahr angekündigt.

 

Die Unternehmensgeschichte von MKM International startete am 1. April 1999 in einer 700 Quadratmeter-Halle an der Königstraße in Rehme. Sieben erfahrene Mitarbeiter hatte Geschäftsführer und Firmengründer Michael Köhler bei anderen Herstellern von Holzbearbeitungsmaschinen abgeworben: „Was uns gemeinsam antrieb, war der Gedanke: Wir wollten einfach die besten Bearbeitungszentren in unserem Segment bauen “, berichtet Köhler. Von Anfang an habe bei MKM jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, sich mit seinen Ideen und Vorschlägen einzubringen, versichert der Geschäftsführer. So wurde das Unternehmen rasch in der Branche bekannt und wuchs schnell.

Produktion unter Volldampf: Vollautomatisierte Maschinenstraßen von 50 Meter Länge und mehr entstehen in den Produktionshallen von MKM in Rehme.                                                        FOTO: JÖRG SCHÄFER

„2003 bekamen wir dann durch die Möbelkrise einen kräftigen Schuss vor den Bug, weil die Nachfrage nach Holzbearbeitungs-Zentren dramatisch einbrach“, erinnert sich Michael Köhler an eine Krise, die für MKM hätte existenzbedrohend werden können. Im bis dahin bereits auf 25 Mitarbeiter angewachsenen MKM-Team wurde aber gemeinsam eine Lösung gefunden: Durch geringe Modifikationen ließen sich MKM-Bearbeitungszentren auch für die Kunststoff- und Leichtmetall-Bearbeitung einsetzen. Die inzwischen auf 60 Mitarbeiter angewachsene MKM-Mannschaft produziert vollautomatisierte Maschinenstraßen von mehr als 50 Metern Länge für den Fahrzeugbau, für Türenhersteller oder auch nach wie vor für die klassische Möbelindustrie.

 Etwa ein Drittel des Umsatzes kommt nach Köhlers Angaben aus der Holz-, ein Drittel aus der Kunststoff- und eine Drittel aus der Metallverarbeitung. „Damit sind wir von der Konjunktur und den Krisen einzelner Branchen unabhängig“. So aufgestellt, habe MKM bereits jetzt einen Auftragsvorlauf bis ins Frühjahr 2021.„Es boomt, und durch die Verdoppelung der Produktionsfläche haben wir nun auch endlich die Möglichkeit, noch mehr Kundenanfragen zu befriedigen“, freut sich Köhler. Dadurch solle MKM noch internationaler werden. „Aufgrund unserer beschränkten Produktionskapazitäten waren wir bisher fast ausschließlich für Kunden aus Deutschland und den angrenzenden Nachbarländern tätig. Nun hat MKM International auch die Basis, europaweit und darüber hinaus zu expandieren“.

Auch nach 20 Jahren noch dabei:
(hinten v.l.) Udo Eickmeier, Engelbert Palka, Uwe Entemeier, Sabine Köhler, Geschäftsführer Michael Köhler, Jörg Wilkening, Martin Hollinderbäumer,
(vorne v.l.),Bernd Wesemann und Ralf Oppermann

Quelle: Neue Westfälische / 18.10.2019

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